Reefballs



Das Thunersee-Riff befindet sich in der Krattighalde, beim Restaurant Lido in Faulensee. Anstelle vom normalen Einstieg beim Freibad wählt man die Variante "Parkplatz direkt" gemäss Plan.

 

Der Thunersee

Der Thunersee liegt auf einer Höhe von 558 m und hat eine Oberfläche von rund 48 qkm. Er erstreckt sich in NW - SO Richtung zwischen Interlaken und Thun, ist etwa 18.5 km lang und im Schnitt ca. 2.5 km breit. Die Flanken der umliegenden Berge, die sich im Norden bis 2000 und im Süden bis 2500 m erheben, ziehen sich im See fort und reichen bis in die Tiefe von 217m.

das Wachstum

Die Entwicklung und das Wachstum am Thunersee-Riff soll neben denn halbjährlich erstellten Detailberichten zu handen von PADI A.W.A.R.E und dem Kantonalen Fischereiinspektorat auch in kurzen, unregelmässig erscheinenden Beiträgen dokumentiert werden. Deine Informationen über Begegnungen und Beobachtungen am Riff interessieren uns.

Schreib uns was du gesehen und erlebt hast, wir werden es hier veröffentlichen.


 
Freitag, 17.Februar 2006
Röschu und Arthur haben die Reefballs betaucht. Leider war ausser uns kein anderes Lebewesen in Sicht. Die Sicht im Thunersee, sprich beim Lido war super, wir haben beinahe alle Reefballs auf einmal gesehen. Wassertemperatur war 5 Grad. Werden im Frühling nochmals bei den Reefballs vorbeischauen ob sich da was tut. Röschu


 
Sonntag, 8.Januar 2006
Es ist wirklich kein Tag zum Tauchen, sogar das Thermometer scheint eingefroren zu sein. Also genau das richtige Wetter, um endlich den Abschlussbericht und den Datenerhebungsbogen für Project A.W.A.R.E zu erstellen.


 
Dienstag, 13.Dezember 2005
Es ist kalt heute Abend im Berner Oberland. Wir ziehen uns rasch um und tauchen nach einer waghalsigen Kletterparie über den ersten Schnee im See ab. Die Sicht ist trotz recht hoher Wellen wieder annehmbar. Heute Abend ist einiges los an der Krattighalde. Schon kurz nach dem Abtauchen begegnen uns die ersten Felchen diesen Winnter und noch bevor wir beim ersten Riffball sind, schaut ein kapitaler Hecht zum Rechten. Unter verschiedenen Riffbällen haben es sich mehrere Trüschen bequem gemacht. Auch Eglis patroulieren in kleinen Schwärmen um das Riff.
Ich liebe diese Nachttauchgänge, so viele Fische auf einmal haben wir im Thunersee schon lange nicht mehr gesehen.


 
Mittwoch, 24.August 2005
Mit 559.25 M.ü.M liegt der Pegelstand des Thunersees 8 cm über dem bisherigen Rekordstand im Mai 1999 und ganze 95 cm über der Schadengrenze (Jahresmittel 557.8 M.ü.M). Die enormen Wassermassen aus den verschiedenen trüben Zuflüssen haben den Thunersee regelrecht umgerührt. An Tauchen ist im Thunersee für längere Zeit nicht mehr zu denken.
Auch in grösseren Tiefen liegt die Sichtweite einen Monat nach dem Hochwasser immer noch bei knapp 50cm.


 
Mittwoch, 1.Juni 2005
Das Wetter stimmt, den Bonustauchgang zum Abschluss unseres OWD Kurses machen Beni, Markus und ich bei den Riffbällen. Alle andern OWD-Teilnehmer (oder sind es ihre Begleiter) scheuen den Abstieg zum Wasser über die grossen Steine der Uferböschung, sie tauchen lieber hinter dem Lido bei der Treppe.
Die Sicht ist schlecht und es geht eine Weile, bis wir beim ersten Riffball ankommen. Auch den Fischen scheint es heute zu trüb zu sein. Trotzdem hat es Spass gemacht und an der Brevetierungsfeier können wir von unseren ersten echten Kompass-Navigations Erfolgen erzählen.


 
Donnerstag, 10.März 2005
Auch wenn noch recht viel Schnee liegt im Berner Oberland, der Frühling kommt bestimmt. Wie wärs wieder einmal mit einem Tauchgang an der Krattighale?
Damit unsere Datenbank zur Entwicklung des Lebens am Riff weiter wächst, sind wir auch auf eure Mitteilungen über Fischbegegnungen und Erlebnisse an der Krattighalde angewiesen, teilt sie uns mit.


 
Mittwoch, 1.Dezember 2004
Rückmeldung des Fischereiaufsehers zum Datenerhebungsbogen 2004:
Ich bin nicht überrascht, dass sie einen Krebs beobachtet haben. Vermutlich handelt es sich um einen Kamberkrebs. Leider haben sich die Kamberkrebse im Thunersee plötzlich massiv vermehrt. Der Kamberkrebs kann Träger der Krebspest sein, was zu erheblichen Problemen für andere Krebsarten führen kann. Krebspest ist eine Pilzerkrankung, welche die amerikanischen Arten nicht weiter stört, während sie für die einheimischen Krebse tödlich ausgeht. Deshalb hatte das seit den 1970er-Jahren vermehrte Auftauchen der Exoten verheerende Auswirkungen auf die Schweizer Krebsbestände. Wo die "Amerikaner" erschienen, verschwanden die heimischen Krebse praktisch ganz. Die Einwanderer hingegen vermehren sich offensichtlich gut: In einigen Schweizer Seen sind deren Bestände inzwischen derart gross, dass Tausende von Krebsen in den für die Fische ausgelegten Netzen hängen bleiben.
Wenn Taucher in Gewässern, welche mit dem Krebspestpilz "verseucht" sind, tauchen und Tage später in einen andern See eintauchen, ist die Übertragung in das andere Gewässer so gut wie sicher. Die Pilzsporen überleben Temperaturen bis 70 Grad Celsius. Einzig höhere Temperaturen, gänzliche Trockenheit oder Chemie bringen sie zu absterben.
Auf der Seite des Bundesamtes für Veterinärwesen erfahren sie mehr zum Thema Krebspest.


 
Sonntag, 28.November 2004
Der Datenerhebungsbogen 2004 für Project A.W.A.R.E ist erstellt, die Sammlung an UW-Bildern wurde endlich erweitert und die Videos vom Versenken konnten nach immerhin 2 Jahren doch noch aufgeschaltet werden.


 
Samstag, 17.April 2004
Zehn Dienstagstaucher, welche nicht zu den 'Gfrürli' gehören, treffen sich an diesem Samstag im Tauchsport - Käser, um mehr über das Thunersee-Riff zu erfahren. Als Einstieg schauen wir uns die Filmaufnahmen, welche während dem Bau der Riffbälle und während dem Versenken (über und unter Wasser) gedreht wurden an. An dieser Stelle herzlichen Dank an das Filmteam Florian Rittmeier und René Hiltbrand.
An der Krattighalde versuchen wir uns mit Hilfe des Lageplans zu orientieren. Einigen fällt dies leichter anderen ein bisschen schwerer. Endlich im Wasser, es ist wirklich frisch und bei einer Sichtweite von ca. 6 Metern, finden wir die Riffbälle auf Anhieb. Leider haben die Fische von unserem Vorhaben erfahren und sich, bis auf ein einzelnes Egli, aus dem Staub gemacht. An den Riffbällen können wir aber viele verschiedene Schnecken und Larven entdecken und beobachten.
Nachdem auch das letzte Team wieder am trockenen, und alles Material in den Fahrzeugen verstaut ist, gönnen wir uns natürlich noch eine ausgiebige Mahlzeit im 'da Elio'. Matthias Fischer


 
Sonntag, 21.September 2003
Im Rahmen des PADI Spezialkurses Suchen & Bergen, konnte der zehnte Riffball endlich gefunden werden. Nicht wie vermutet irgendwo weiter draussen im See, tief im Schlick versunken haben wir ihn gefunden, nein etwas westlich der andern Bälle fast in Ufernähe auf einer Tiefe von nur 5.8 Metern liegt der Ball.


 
Donnerstag, 8.August 2003
Es ist ein wunderschöner Sommerabend, das Quecksilber steht immer noch deutlich über der 30 Grad Marke und der See sieht traumhaft aus. Wir zwängen uns in unsere Ausrüstungen und stürzen uns so rasch wie möglich in das nur mässig kühle Wasser. Kurz nach dem Abtauchen ist aber schon wieder fertig mit Sommerstimmung. Ab 3 Metern liegt die Sichtweite bei maximal einem Meter. Der Tauchgang wird zum Blindflug, wir sind auf die reine Instrumenten-Navigation angewiesen. Kein Wunder, dass wir alle Mühe haben bei den Riffbällen vorbei zu schauen. Nach knapp einer Stunde suchen, fluchen und jeweils freuen, wenn wir wieder einen gefunden haben, tauchen wir wieder auf. Auch wenn wir nur wenig gesehen haben, es hat wieder einmal Spass gemacht.


 
Freitag, 28. Februar 2003
Der Datenerhebungsbogen für Project A.W.A.R.E ist ausgefüllt und auf der Post.


 
Montag, 13. Januar 2003, Nachttauchgang
Die Bedingungen sind nicht optimal, zur Zeit stürmt und schneit es an der Krattighalde. Der Parkplatz ist leer. Wir ziehen uns möglichst rasch um und klettern die verschneite Uferböschung hinunter.
Die 6 Grad Wassertemperatur fühlen sich schon fast angenehm warm an gegenüber den -4 Grad Lufttemperatur. Die Sicht ist mit maximal 2 Metern nicht eben gut. Trotzdem, schon bald erkennen wir die Umrisse des ersten Riffballs. Auf den ersten Blick wirkt er alleine und verlassen, beim näherem Betrachten fallen uns dann jedoch unzählige kleine zappelige Larven auf. Auch Schnecken sitzen recht zahlreich in und auf den Riffbällen. Der Boden ist übersäht von ihren Spuren. Eine kleine Unachtsamkeit von mir, ich berühre kurz den Boden, und schon beginnt es auch unter Wasser zu schneien. Wir verlassen das Thunersee-Riff und kehren an die Oberfläche zurück in die kalte Winternacht. Beim Auftauchen tanzen die Schneeflocken im Schein unserer Lampen, ein wunderschöner Wintertauchgang geht zu Ende.


 
Sonntag, 20. Oktober 2002, kurz vor Mittag
Vom ausgelassenen Treiben von Freitagnacht ist nichts mehr zu sehen. Nicht ein einziger Fisch ist in der Nähe der Riffbälle. Kunststück, ich habe ja auch meine Kamera mitgebracht. Die Sicht ist auch nur mässig. Wir entschliessen uns trotzdem, das Riff auszumessen. Die Bälle finden sich recht schnell. Wir können aber zählen so oft wir wollen, wir kommen immer nur auf 9 Stück. Es ist fast ein wenig peinlich, aber auch eine nochmalige ausgedehnte Suche bringt uns nicht weiter, Riffball Nummer 10 bleibt irgendwo im Trüben verborgen. Wir sind auf deine Hilfe angewiesen.
Schau dir den Lageplan des Thunersee-Riffs einmal an und schicke mir nach deinem Tauchgang die genaue Position des 10. Riffballs.


 
Freitag, 18. Oktober 2002, Nachttauchgang
Am Riff steigt gerade eine Party. Wie wäre es sonst zu erklären, dass von allen Seiten Egli und Felchen vorbeischwimmen? Im Riffball Nummer 3 hat sich sogar ein stattliches Exemplar von einem Egli niedergelassen.
Verschiedene kleine Larven zappeln im Kegel der Lampen. Nach gut 40 Minuten sind wir sicher, bei allen Riffbällen vorbeigeschaut zu haben, wir tauchen auf.


 
Samstag, 5. Oktober 2002
Die Riffbälle sind alle versenkt, im See ist wieder Ruhe eingekehrt, die Riff-Erbauer sind abgezogen und die ersten Fische können ungestört um die neue Bleibe herum kurven. Wer wird wohl als erstes vom neuen Wohnungsangebot gebrauch machen? Wir werden dich laufend darüber informieren.