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Weihnachtstauchen, 5. Dezember 2009Der schwarze Blausee
Was braucht es für einen erfolgreichen Vorweihnachts-Tauchevent? Klar, eine kälteresistente Truppe, einen Weihnachtsbaum mit Tiefgang, ein paar Überraschungen und viele fröhliche Gesichter beim gemütlichen Teil.
Für die Dienstagstaucher ist das noch nicht gut genug. Jedes Jahr wird zusätzlich ein besonderes Erlebnis, ein besonderer Ort geboten. Dieses Mal sollte wörtlich der Frage auf den Grund gegangen werden, woher der Blausee die Farbe und die Forellen hat. Die Leute in der Wetterküche haben das wohl mitgekriegt. Zum „Chlouse-Touche“ im Berner Oberland wurden die besonders kalten Temperaturen ausgepackt. Da half nur warm einpacken und den Reissverschluss des Trockenanzug zwei Mal auf korrekten Verschluss zu checken. Das erste Aha-Erlebnis gab’s schon nach dem kurzen Marsch vom Parkplatz zum Einstieg. Der See und die verschneiten, teils beleuchteten Tannen verwandelten den sonst schon traumhaften Ort in ein einmaliges Wintermärchen.
Im Vergleich zur Luft schien das Wasser sogar warm. Obwohl der See auch im Sommer kaum über 8 Grad hinaus kommt. Die frostigen Wassertemperaturen setzten aber den fluoreszierenden Leuchtstäben am Baum arg zu. Wegen der schummrigen Lichter war die Tauch-Tanne kaum auszumachen. Doch auch hell erleuchtet hätte sie nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommen. Die Stars im Lampenlicht waren klar die Forellen: Gross, klein, fett, dünn, träge, aufgeschreckt, neugierig, panisch, frech, mit und ohne Haken im Maul, … und vor allem in Massen! Der See ist ja eigentlich „nur“ das Überlaufbecken der Bio-Forellenzucht. Eine solche Fischsuppe gönnt sich jeder gerne. Baumstämme wie ein Mikado-Spiel geschichtet, riesige Steinblöcke oder eine erleuchtete Madonna verstärken den mystischen Eindruck. Die Kälte hatte so keine Chance sich in Kopf und Körper einzunisten.
Wer den Blausee von unten erkunden will, muss danach für einen Vier-Gänger im Restaurant Platz nehmen. Bei Forellen-Filets auf Gemüsebeet, Brasato mit zweierlei Kartoffelstock oder Mousse-au-chocolat in verschiedenen Aromen ist das ein Dürfen. Taucher sind halt auch Genussmenschen. Kommunikativ sind sie sowieso. Angeregt wurden die Erinnerungen an das Dienstagstaucher-Weekend im Graubünden, die See-Putzete oder den Oster-Dive beim Schloss Spiez aufgefrischt. Auch Ideen und Vorschläge für einmalige Dita-Events in 2010 wurden skizziert. Wenn nur die Zeit nicht immer so rennen würde. Viel zu schnell war der „Chlouse-Abe“ Geschichte. Trotzdem: So macht Club-Tauchen Spass!
Bleibt noch die Frage wie der Blausee zur Farbe kam. Dem wird bei einem nächsten Dive’n’Dine auf den Grund gegangen. Denn die Nacht hüllte auch das klarste Gewässer in tiefes Schwarz.
Stefan Frank 
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