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Tauchweekend Graubünden, Silsersee und Marmorerasee 25.-27. September 2009In grossen Höhen in die Tiefen
Da die Wetterprognosen anfangs Woche für Samstag/Sonntag Regen und Temperaturen von 5-6° C prophezeiten, konnte man im Vorfeld noch nicht so richtig in Freude ausbrechen. Glücklicherweise meinte es Fortuna gut mit uns, sodass die Temperaturen Tag für Tag um ein zwei Grad nach oben korrigiert wurden. Am Donnerstag kam dann die Info, dass der Event stattfindet.
So kam es, dass sich dann alle 11 Personen am Freitagabend um 19:30, oder ein zwei Stunden später, im Hotel Guidon in Bivio einfanden. Gut gesättigt wurde dann das Frühstück auf halb neun gelegt, was dann doch noch ein paar Stunden Schlaf versprach.
Samstag, viertel nach neun ging’s nach dem Frühstück über den Julierpass nach Plaun da Lej, an den Silsersee zum Tauchplatz "Sasc da Corn 2". Nach einem kurzen Briefing wurde dann das Equipment zusammengebaut und in Buddy Teams abgetaucht. Anfänglich wurde flach eine etwa 1m tiefe Sattelzone zwischen einer Halbinsel und einer kleinen Insel angetaucht, und überquert. Dann galt es die kleine Insel linker Schulter zu umtauchen. Da der See an der Insel stak abfällt, hat man eine schöne Steilwand, welche gestreift, teilweise zerklüftet und auf der einen Seite mit Algen bewachsen ist. Die letzten unverfrorenen drei bewiesen, dass man sogar als Nasstaucher an milden Herbsttagen noch ohne Schüttelfrost nach 40 Minuten aus dem Wasser steigen kann. Beim warmen Kaffee und kalten Getränk im Restaurant neben dem Tauchplatz wurde dann erörtert, dass man den zweiten Tauchplatz "Sasc da Corn 2" allenfalls auch vom selben Einstieg her machen könnte, ohne den Parkplatz wechseln zu müssen. Gesagt, getan, gelang es dann auch beim erneuten überqueren des Inselsattels und geradeaus weitertauchen, den besagten Oldtimer, oder was noch davon übrig war anzutauchen. Nach zwei schönen und gemütlichen Tauchgängen ging’s dann ans Einkaufen nach Silvaplana, wo wir uns mit Grillgut fürs Mittagessen am Sonntag eindeckten. Auf der Sonnenterasse stärkte man sich dann mit Bündner Nusstorte oder Apfelstrudel mit Vanillesauce, wobei schon dem einen oder anderen die Äuglein zufielen.
Zur Sightseeing Tour in St Moritz konnten sich dann auch nur noch drei Personen aufraffen, wobei aber auch die heruntergesetzten Schnäppchen in den Schaufenstern nicht wirklich den Kaufrausch und schon gar keinen Tiefenrausch hervorriefen. Zurück im Hotel wurden dann die Anzüge aufgehängt, die Flaschen gefüllt, warm geduscht, gut gespeist und wohlig geschlafen.
Um neun ging’s nach dem Frühstück zum Marmorerastausee. Komfortabler kann man wohl nirgends tauchen gehen. Einfach dem Strassenverlauf der alten Julier Passstrasse rückwärts folgen, das Auto ein paar Meter, bevor die Strasse ins Wasser geht stehen lassen. Dann sein Equipment anziehen und mit dem Buddy geradeaus ins Wasser gehen. Klar, dass das Briefing, die Beobachtung des Tauchplatzes und der Buddycheck dabei nicht fehlen sollten.
Aber dann sieht man einmal was Bergseetauchen bedeutet. Glasklares Wasser, über Jahrzehnte konservierte Baumstrünke und Bäume, Strömung beim Flusseinlauf, in dessen altem Flussbett man wie im Canyonüberflug durch die alten Flusssperren tauchen kann und im nu Stufen von jeweils 8m tiefe unter einem abfallen. Nebst den schönen Steinformationen gab’s natürlich auch Fische zu sehen, welche aber doch eher kleinere Abmessungen aufwiesen. Nicht nur im Wasser, sondern auch ausserhalb ist dies ein perfekter Tauchplatz, mit Grillstelle, Tisch und Bänken sowie einem sehr gepflegten Dixie Klo. Gut mit Grilladen verplegt ging’s dann für die Meisten nochmals etwas später ins Wasser um noch gemütlich Auszutauchen. Nach 14 Uhr verabschiedeten wir uns dann von einander und traten erholt und eine super Erfahrung reicher die Heimreise an.
Natürlich gab es auch das eine oder andere technische Problemchen (oder Gremlins), wie Flaschen, welche wenig Druck aufwiesen, komische BCD’s und Atemregler, welche auf und abbliesen, Tauchcomputer, welche in der innereren Innentasche der innersten Innentasche – oder so? - nicht mehr gefunden wurden. Was aber beim Tauchen in bester Gesellschaft und tollster Umgebung im Rauschen der Bäche verschwindet.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren, es war ein phantastisches und eindrückliches Wochenende und wäre auch einer weiteren Anreise Wert gewesen. Auch nächstes Jahr soll im Engadin wieder ein Event stattfinden. Wir freuen uns darauf.
Patrick Zieri 
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