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Eistauchen im Oeschinensee, 7. März 2009Die ganze Woche war das Wetter miserabel. Schnee und Regen wechselten sich ab. Ich fragte mich, ob das Eistauchen am Samstag überhaupt durchgeführt werden kann, oder ob es noch kurzfristig abgesagt werden muss?
Zum Glück nicht. Wir vertrauten auf den Wetterbericht welcher für den Samstagnachmittag Sonne versprach. Und so war es dann auch. Wir verbrachten einen grandiosen Tag auf 1'600 m über Meer und bis ca. 10 Meter unter Wasser, bei viel Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen, zumindest über der Wasseroberfläche.
Mit der neuen Gondelbahn wurden Material und Leute auf den Berg transportiert. Das Material wurde, oben angekommen, auf ein Pistenfahrzeug umgeladen und an den See geführt. Wir machen uns zu Fuss auf den Weg von der Bergstation zum See. Die Berglandschaft und der viele Schnee waren beeindrucken.
Wir hatten Glück, im See gab es schon zwei Einstiegslöcher von Tauchern welche am Vortag hier waren. So brauchten wir nicht eigene Löcher mit der Motorsäge in das ca. 40 cm dicke Eis zu schneiden. Nach dem Briefing stürzten wir uns in unsere Tockis, bereiteten die Seile und Karabiner vor und bestimmten Leinenführer und Sicherungstaucher. Gespannt was uns da unter der schneebedeckten Eisdecke erwarten wird, tauchten die ersten zwei Buddie-Teams, an Seilen gesichert, in das erfrischende Wasser ab.
Gut hatten wir so viele Fotokameras dabei, denn es ist kaum zu beschreiben was wir hier zu sehen bekamen. Die Sicht war super und das Licht, das durch die Einstiegslöcher einfiel, sorgte für eine spektakuläre Stimmung. Unter der Eisdecke sammelte sich die Luft welche wir ausatmeten. Wir entdeckten kleine Eisspalten und Luftblasen welche in der Eisdecke eingeschlossen waren. Die unterschiedlichen Farben des Eises, von weiss über blau zu grau und die bizarren Formen, vor allem rund ums Einstiegsloch herum, liessen einen Hauch von Arktis-Feeling aufkommen.
Wir erlebten einen Wunderschönen und spannenden Tag, welcher bestimmt für uns alle, nicht zuletzt dank der guten Organisation und dem guten Team, ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.
Ändu Kräuchi 
Fotos: Hene Rohrer, Ändu Kräuchi
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